3. Virenschutz

Über dieses Modul können Sie Ihren Rechner oder ausgewählte Datenträger gezielt auf Infektionen durch Schadsoftware überprüfen. Dies empfiehlt sich, wenn Sie z.B. selbstgebrannte CDs oder USB-Sticks von Freunden, Verwandten oder Arbeitskollegen erhalten. Auch bei der Installation neuer Software und bei Downloads aus dem Internet empfiehlt sich eine Virenprüfung.

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Achtung

Das Überprüfen des Rechners oder ausgewählter Datenträger dient als zusätzlicher Schutz. Grundsätzlich sind Sie mit dem G DATA Leerlauf-Scan und dem G DATA Virenwächter, welcher ständig im Hintergrund aktiv ist, optimal vor Bedrohungen durch Schadsoftware geschützt. Eine Virenprüfung würde auch Viren finden, die auf Ihren Computer kopiert wurden, bevor Sie die G DATA Software installiert hatten oder die Sie erhielten, während der Virenwächter mal nicht eingeschaltet war.

3.1. Bootmedium

Das Bootmedium ist ein hilfreiches Werkzeug, um Rechner, die bereits verseucht sind, von Viren zu befreien. Gerade bei Computern, die vor der Installation der G DATA Software keinen Virenschutz hatten, empfiehlt sich die Nutzung eines Bootmediums. Wie Sie ein Bootmedium verwenden, lesen Sie im Kapitel FAQ: BootScan.

img2 Um ein Bootmedium zu erstellen, klicken Sie einfach auf die Schaltfläche Bootmedium erstellen und folgen den Anweisungen des Installationsassistenten. Hier haben Sie die Möglichkeit, aktuelle Virensignaturen herunterzuladen, um Ihr Bootmedium auf den neuesten Stand zu bringen, außerdem können Sie auswählen, ob Sie als Bootmedium eine CD/DVD brennen oder einen USB-Stick als Bootmedium verwenden möchten.

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Wenn Sie die Programmversion G DATA Total Security nutzen, können Sie mit einem Bootmedium ein Laufwerks-Backup auch auf dem Volume wiederherstellen, auf dem sich aktuell das System befindet. Auch die Wiederherstellung eines Laufwerk- oder Datei-Backups auf andere Ziele ist hier möglich. Legen Sie dazu das Bootmedium ein und wählen die Funktion Wiederherstellung starten.

3.2. Dateien in der Quarantäne

Während der Virenprüfung haben Sie die Möglichkeit, mit Virenfunden auf unterschiedliche Weise umzugehen. Eine Option ist es, die infizierte Datei in die Quarantäne zu verschieben. Die Quarantäne ist ein geschützter Bereich innerhalb der Software, in dem infizierte Dateien verschlüsselt gespeichert werden und auf diese Weise den Virus nicht mehr an andere Dateien weitergeben können.

img4 Quarantäne anzeigen: Wenn Sie auf diese Schaltfläche klicken, öffnet sich der Quarantäne-Bereich.

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Die Dateien in der Quarantäne bleiben dabei in dem Zustand erhalten, in dem sie die G DATA Software vorgefunden hat und Sie können entscheiden, wie Sie weiter verfahren möchten.

  • Aktualisieren: Sollten Sie das Dialogfenster für die Quarantäne längere Zeit offen haben und zwischendurch ein Virus gefunden und in die Quarantäne verschoben werden (z.B. automatisch über den Virenwächter), können Sie über diese Schaltfläche die Ansicht aktualisieren.
  • Zukünftig erlauben: Sollte die Verhaltensüberwachung eine Datei fälschlicherweise in die Quarantäne verschoben haben, können Sie sie über diese Funktion zur Whitelist hinzufügen, damit die Verhaltensüberwachung sie zukünftig nicht mehr in die Quarantäne verschiebt.
  • Desinfizieren: In vielen Fällen können infizierte Dateien noch gerettet werden. Die Software entfernt dann die Virenbestandteile in der infizierten Datei und rekonstruiert auf diese Weise die nicht infizierte Originaldatei. Wenn eine Desinfektion erfolgreich ist, wird die Datei automatisch an den Ort zurückbewegt, an dem sie vor der Virenprüfung gespeichert war und steht Ihnen dort wieder uneingeschränkt zur Verfügung.
  • Zurückbewegen: Manchmal kann es nötig sein, eine infizierte Datei, die sich nicht desinfizieren lässt, aus der Quarantäne an ihren ursprünglichen Speicherort zurückzubewegen. Dies kann z.B. aus Gründen der Datenrettung erfolgen. Sie sollten diese Funktion nur im Ausnahmefall und unter strengen Sicherheitsmaßnahmen (z.B. Rechner vom Netzwerk/Internet trennen, vorheriges Backup nicht infizierter Daten etc.) durchführen.
  • Löschen: Wenn Sie die infizierte Datei nicht mehr benötigen, können Sie diese auch einfach aus der Quarantäne löschen.

3.3. Virenprüfung

Wählen Sie hier aus, welchen Bereich Ihres Rechners oder welchen Datenträger Sie gezielt überprüfen möchten:

img6 Rechner prüfen (alle lokalen Festplatten): Wenn Sie Ihren Computer unabhängig von der automatischen Prüfung durch den Leerlauf-Scan kontrollieren möchten (z.B. weil Sie einen aktuellen Virenverdacht haben), dann klicken Sie einfach diesen Eintrag an. Ihr Computer wird nun direkt auf Virenbefall untersucht. Lesen Sie hierzu bitte auch folgendes Kapitel: Virenprüfung durchführen.

img7 Zeitgesteuerte Prüfungen: Hiermit planen Sie automatische Virenprüfungen ein. Lesen Sie hierzu bitte folgendes Kapitel: Automatische Virenprüfung.

img8 Speicher und Autostart prüfen: Hierbei werden für alle laufenden Prozesse die Programmdateien und Programmbibliotheken (DLLs) geprüft. Schadprogramme können so direkt aus dem Speicher und Autostart-Bereich entfernt werden. Aktive Viren können also direkt entfernt werden, ohne dass die ganze Festplatte durchsucht werden muss. Diese Funktion ist allerdings kein Ersatz für eine regelmäßige Virenkontrolle der gespeicherten Daten, sondern eine Ergänzung.

img9 Verzeichnisse/Dateien prüfen: Hiermit prüfen Sie ausgewählte Laufwerke, Verzeichnisse oder Dateien auf Virenbefall. Wenn Sie diese Aktion anklicken, öffnet sich eine Verzeichnis- und Dateiauswahl. Hier können Sie gezielt einzelne Dateien und auch ganze Verzeichnisse auf Virenbefall überprüfen. Im Verzeichnisbaum können Sie durch Anklicken der „Plus“-Symbole Verzeichnisse öffnen und auswählen, deren Inhalt dann in der Datei-Ansicht angezeigt wird. Jedes Verzeichnis oder jede Datei, die Sie mit einem Häkchen versehen, wird von der Software geprüft.

Wenn in einem Verzeichnis nicht alle Dateien geprüft werden, findet sich an diesem Verzeichnis ein graues Häkchen.

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img11 Wechselmedien prüfen: Prüfen Sie mit dieser Funktion CD-ROMs oder DVD-ROMs, Speicherkarten oder USB-Sticks auf Virenbefall. Wenn Sie diese Aktion anklicken, werden alle Wechselmedien, die mit Ihrem Computer verbunden sind (also auch eingelegte CDs, eingeschobene Speicherkarten oder per USB verbundene Festplatten oder USB-Sticks) überprüft. Bitte beachten Sie, dass die Software natürlich keine Viren auf Medien entfernen kann, die keinen Schreibzugriff erlauben (z.B. gebrannte CD-ROMs). Hier wird der Virenfund dann protokolliert.

img12 Auf RootKits prüfen: Rootkits versuchen sich herkömmlichen Virenerkennungsmethoden zu entziehen. Sie können mit dieser Funktion gezielt nach Rootkitviren suchen, ohne eine komplette Überprüfung der Festplatten und gespeicherten Daten vorzunehmen.