5. Backup

Mit fortschreitender Digitalisierung des täglichen Lebens, der Nutzung von Online-Musikdiensten, Digitalkameras und E-Mail-Korrespondenz wird die Sicherung Ihrer persönlichen Daten immer wichtiger. Sei es durch Hardware-Fehler, ein Versehen oder eine Beschädigung durch Viren oder Hacker-Angriffe: Ihre privaten Dokumente sollten regelmäßig gesichert werden. Die G DATA Software übernimmt diese Aufgabe für Sie und schützt so Ihre wichtigen Unterlagen und Dateien, ohne dass Sie sich ständig Gedanken darum machen müssen.

5.1. Backup Sichern und Wiederherstellen

Sobald ein Backup-Auftrag über die Funktion Neuer Auftrag angelegt ist, können Sie ihn über folgende Symbole direkt bearbeiten und steuern:

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img2 Wiederherstellung: Hiermit spielen Sie die im Backup archivierten Daten wieder zurück auf Ihr System. Wie die Wiederherstellung abläuft, wird Ihnen im Kapitel Backup Wiederherstellen erläutert.

img3 Backup: Hiermit starten Sie den Backup-Vorgang für den definierten Backup-Auftrag sofort und außer der Reihe, unabhängig von einem vordefinierten Zeitplan für dieses Backup.

img4 Einstellungen: Hiermit können Sie für den jeweiligen Backup-Auftrag die Einstellungen verändern, die Sie beim erstmaligen Erstellen dieses Backup-Auftrags unter Neuer Backup-Auftrag vergeben haben.

img5 Protokolle: Hier erhalten Sie eine Übersicht über alle Vorgänge, die über diesen Backup-Auftrag erfolgten. Sie finden hier Einträge über erfolgte manuelle oder zeitgesteuerte Backup-Vorgänge, Infos zu eventuellen Wiederherstellungen und gegebenenfalls Fehlermeldungen, z.B. wenn das Zielverzeichnis nicht mehr genügend Speicherplatz für das durchzuführende Backup hatte.

5.2. Neuer Backup-Auftrag

img6 Um einen neuen Backup-Auftrag zu vergeben, klicken Sie bitte auf die Schaltfläche Neuer Auftrag.

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5.2.1. Auswahl Dateien/Festplatten/Partitionen

Nun werden Sie vom Backup-Assistenten gefragt, welche Art von Backup Sie durchführen möchten.

img8 Datei-Backup: Hierbei handelt es sich um eine Sicherung bestimmter von Ihnen ausgewählter Dateien und Ordner in einer Archiv-Datei.

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Wählen Sie in der Verzeichnisansicht einfach aus, welche Dateien und Ordner Sie speichern möchten. In der Regel empfiehlt es sich, beim Datei-Backup persönliche Dateien zu speichern und kein Backup installierter Programmdateien durchzuführen. Im Verzeichnisbaum können Sie durch Anklicken der Plus-Symbole Verzeichnisse öffnen und auswählen, deren Inhalt dann in der Datei-Ansicht angezeigt wird. Jedes Verzeichnis oder jede Datei, die Sie mit einem Häkchen versehen, wird von der Software fürs Backup verwendet. Wenn in einem Verzeichnis nicht alle Dateien und Ordner fürs Backup verwendet werden, findet sich an diesem Verzeichnis ein graues Häkchen.

img10 Laufwerk-Backup: Hierbei handelt es sich um eine Komplettsicherung von Festplatten oder Partitionen in einer Archiv-Datei.

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5.2.2. Auswahl Ziel

Hier können Sie das Ziel, also den Ort bestimmen, an dem die G DATA Software die Sicherungskopie der Dateien und Ordner oder Festplatten und Partitionen erstellen soll. Dies kann ein CD- oder DVD-ROM-Laufwerk sein, eine andere Festplatte, ein USB-Stick, andere Wechselmedien oder ein Verzeichnis im Netzwerk.

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Name des Archivs: Hier können Sie für die zu erstellende Archivdatei einen aussagekräftigen Namen vergeben, z.B. Wochen-Backup Eigene Dateien, MP3-Backup o.ä.

Neuer Ordner: Wenn Sie für das Backup einen neuen Ordner anlegen möchten, wählen Sie in der Verzeichnisansicht den gewünschten Speicherort und klicken dann auf die Schaltfläche Neuer Ordner.

Hinweis

Bitte achten Sie darauf, dass das Backup nicht auf der gleichen Festplatte erfolgen sollte, auf der sich auch die Originaldaten befinden. Sollte diese Platte nämlich einen Defekt haben, sind Original- und Backup-Daten verloren. Am besten ist es, ein Backup an einem Ort aufzubewahren, der räumlich getrennt von den Originaldateien ist, also z.B. in einem anderen Zimmer auf einer USB-Festplatte oder gebrannt auf CD/DVD-ROM.

Archiv in der Cloud erstellen: Nutzen Sie einfach gängige Cloud-Dienste wie z.B. Dropbox, Microsoft OneDrive*, TeamDrive** oder Google Drive, um Ihr Backup dort zu sichern. Melden Sie sich dazu einfach mit den Zugangsdaten für Ihren Cloud-Dienst an und schon wird Ihr Backup-Archiv mit Ihrer Cloud verknüpft.

Hinweis

Sie sollten gerade beim Backup in der Cloud darauf achten, dass Ihre Backupdaten verschlüsselt sind. Im Bereich Optionen unter Neuer Backup-Auftrag können Sie die Verschlüsselung der Daten ein- bzw. ausschalten.

Hinweis

(*) Hinweis zu OneDrive: OneDrive können Sie dann nutzen, wenn Sie diesen Dienst als virtuelles Laufwerk im Windows Explorer integriert haben. Das Archiv wird dann aber ganz normal über das Dateiverzeichnis erstellt und nicht über die Funktion Archiv in der Cloud erstellen.

Hinweis

(**) Hinweis zu TeamDrive: TeamDrive können Sie dann nutzen, wenn Sie in der auf Ihrem Rechner installierten TeamDrive-Software ein TeamDrive-Space angelegt und ausgewählt haben.

5.2.3. Zeitplan

Hier können Sie einerseits festlegen, in welchem Rhythmus Ihre ausgewählten Daten durch ein Backup gesichert werden sollen, andererseits können Sie festlegen, was für eine Art von Backup durchgeführt werden soll. Hier gibt es grundlegend das Vollbackup, in dem alle ausgewählten Daten komplett gesichert werden, wahlweise aber auch die Möglichkeit, über Teilbackups nur die Veränderungen seit dem letzten Backup zu speichern.

Wenn Sie Manuell auswählen, wird das Backup nicht automatisch ausgeführt, sondern muss gezielt über die Programmoberfläche von Ihnen gestartet werden. Unter Täglich können Sie mit Hilfe der Angaben unter Wochentage z.B. bestimmen, dass Ihr Rechner nur an Werktagen das Tuning durchführt oder eben nur an jedem zweiten Tag oder gezielt an Wochenenden, an denen er nicht zur Arbeit genutzt wird. Darüber hinaus können Sie wöchentliche und monatliche Backups definieren.

Nicht im Batteriebetrieb ausführen: Damit ein Backup-Vorgang bei Notebooks nicht plötzlich dadurch unterbrochen wird, dass der Notebook-Akku leer ist, können Sie festlegen, dass Backups nur dann erfolgen, wenn das Notebook ans Stromnetz angeschlossen ist.

5.2.3.1. Ausführen Vollbackup

Geben Sie unter Ausführen Vollbackup einfach an, wie oft, an welchen Tagen und zu welcher Zeit der jeweilige Backup-Auftrag stattfinden soll. Nun wird in dem angegebenen Turnus automatisch ein Backup aller Daten erstellt, die Sie unter Auswahl Dateien/Festplatten/Partitionen dafür ausgewählt haben.

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Achtung

Das zeitplangesteuerte Backup funktioniert nicht mit CD-ROM oder DVD-ROM, da hier gegebenenfalls beim Wechsel des Rohlings ein Eingreifen des Benutzers erforderlich ist.

Im Abschnitt Ältere Archive löschen können Sie bestimmen, wie die G DATA Software mit schon vorhandenen Backups verfährt. Die G DATA Software archiviert Ihre Daten jeweils in einer einzigen Datei mit der Datei-Endung ARC. Bestehende Backups, die nicht überschrieben werden, erhöhen natürlich zusätzlich die Sicherheit Ihrer Daten, da dann selbst in dem Fall, dass das aktuelle Archiv beschädigt sein sollte, ein älteres Archiv zur Verfügung steht, also nicht alle Dateien verloren sind. Generell benötigen Archive allerdings viel Platz auf Datenträgern und so sollten Sie darauf achten, dass sich nicht zu viele Archivdateien ansammeln. Sinnvoll ist es, unter vollständige Backups beibehalten eine Maximalanzahl von Backups anzugeben, die auf Ihrem Sicherungsmedium gespeichert werden. Das jeweils älteste Archiv wird dann durch das aktuelle Archiv ersetzt.

Wenn Sie das Häkchen bei Teilbackup(s) erstellen setzen, führt die Software nach einem ersten Vollbackup bei folgenden Sicherungen nur noch Teilbackups durch, die erheblich schneller beim Backup-Vorgang sind, ggf. aber länger dauern, wenn aus Ihnen ein Gesamtbackup wiederhergestellt werden muss. Ein weiterer Nachteil des Teilbackups ist ein vergleichsweise hoher Speicherplatzbedarf, da nicht mehr benötigte Daten im Vollbackup ja nicht direkt gelöscht werden. Nach dem nächsten Vollbackup werden die Datenbestände von Voll- und Teilbackup aber wieder zusammengeführt und die Datenmenge ist wieder so, wie bei einem Vollbackup.

5.2.3.2. Ausführen Teilbackups

Teilbackups dienen dazu, eine Datensicherung schneller zu machen. Statt alle Daten für ein Backup zu verwenden, baut das Teilbackup auf ein bestehendes Vollbackup auf und sichert nur die Daten, die sich seit dem letzten Vollbackup verändert haben oder neu erstellt wurden. Auf diese Weise steht Ihnen auch eine komplette Sicherung Ihres Datenbestandes zur Verfügung, wobei der Backup-Vorgang selbst deutlich schneller vonstatten geht.

Differenziell/Inkrementell: Bei der differenziellen Sicherung werden alle Daten, die seit der letzten Komplettsicherung geändert wurden oder neu hinzugekommen sind, gespeichert. Es wird also immer wieder auf der letzten Komplettsicherung aufgesetzt. Man spart gegenüber einer neuen Vollsicherung Zeit und Speicherplatz. Die inkrementelle Sicherung geht noch eine Stufe weiter und sichert zwischen zwei Teilbackups die Dateien, die sich von Teilbackup zu Teilbackup geändert haben. Nachteil hierbei ist, dass bei einer Wiederherstellung der Daten mehrere Archive benötigt werden.

5.2.4. Optionen

Im Optionen-Bereich können Sie allgemeine Backup-Optionen verändern. Im Regelfall müssen Sie hier keine Veränderungen vornehmen, da die G DATA Standardoptionen die meisten Anwendungsfälle abdecken.

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5.2.4.1. Allgemeine Archivoptionen

In den allgemeinen Archivoptionen haben Sie folgende Einstellungsmöglichkeiten:

  • Dateigröße des Archivs begrenzen: Wenn Sie Archive auf CD-, DVD-ROM oder anderen beschreibbaren Rohlingen speichern, ist es wichtig, dass die G DATA Software die Größe der Archivdateien begrenzt. Hier haben Sie eine Auswahl von Standardgrößen, die Ihnen das nachträgliche Speichern der Archivdaten auf CD, DVD oder Blu-ray-Discs ermöglicht. Das Archiv wird beim Erreichen der hier angegebenen Maximalgröße gesplittet und die Backup-Informationen werden auf zwei oder mehrere Archivdateien verteilt.
  • Multisession CD / DVD erstellen: Wenn Sie diese Option wählen, erstellen Sie Backup-CDs oder Backup-DVDs, die mehrfach beschreibbar sind. Dabei wird der vorher gespeicherte Inhalt allerdings nicht gelöscht, sondern nur um den neuen Inhalt ergänzt.
  • Temporäre Archive löschen: Diese Option sollte generell angeschaltet bleiben. Temporäre Archive benötigen nach einer gewissen Anzahl von Backup-Vorgängen sehr viel Platz auf Ihrer Festplatte und werden nach Ihrer temporären Nutzung eigentlich nicht mehr benötigt.
  • Wiederherstellungsprogrammdateien kopieren: Wenn Sie diese Funktion aktivieren, wird zusätzlich zu den Archivdaten am Speicherort Ihrer Datensicherung ein Programm aufgespielt, mit dem Sie Ihre Daten auch ohne installierte G DATA Software wiederherstellen können. Starten Sie hierzu von der CD/DVD-ROM das Programm AVKBackup bzw. AVKBackup.exe.

Das Wiederherstellungsprogramm wird nur auf CD/DVD-ROM mit kopiert. Bei Sicherheitskopien auf Wechselmedien (USB-Stick, externe Festplatte) ist dies nicht der Fall.

Wenn Sie die G DATA Software auf dem Rechner installiert haben, auf dem die Wiederherstellung stattfinden soll, führen Sie die Wiederherstellung bitte nicht mit dem Wiederherstellungsprogramm auf der CD/DVD-ROM aus, sondern über die Funktion Backup_Archive.

  • Dateien vor der Archivierung auf Viren überprüfen: Wenn das Antiviren-Modul installiert ist, können Sie ihre Daten auf Viren überprüfen, bevor diese im Backup-Archiv gespeichert werden.
  • Archiv nach Erstellung überprüfen: Diese Funktion dient dazu, das Archiv nach der Erstellung noch mal auf Vollständigkeit und Fehlerlosigkeit zu überprüfen.
  • Archiv verschlüsseln: Wenn Sie Ihre archivierten Dateien vor Fremdzugriff schützen möchten, können Sie diese mit einem Passwort versehen. Eine Wiederherstellung der Daten kann dann auch nur mit diesem Passwort erfolgen. Sie sollten sich das Passwort gut merken oder an sicherer Stelle notieren. Ohne Passwort sind Ihre Archivdaten nicht wiederherstellbar.
  • Integritätstest bei differentiellem Backup: Diese Funktion dient dazu, ein Teilbackup nach der Erstellung noch mal auf Vollständigkeit und Fehlerlosigkeit zu überprüfen.
  • Integritätstest bei Wiederherstellung von Festplatte: Diese Funktion dient dazu, nach einer Wiederherstellung noch einmal das korrekte Rückspielen der Daten zu überprüfen. Beim Verzeichnis für temporäre Dateien handelt es sich um den Speicherort für Daten, die die G DATA Software nur zeitweise auf Ihre Festplatte schreibt. Sollte kein ausreichender Platz auf Ihrer Standardpartition zur Verfügung stehen, können Sie hier die Partition und den temporären Speicherort für diese Dateien wechseln.
  • Windows Schattenkopie verwenden: Ist diese Option deaktiviert, so kann im laufenden Betrieb kein Image der Systempartition erstellt werden.

5.2.4.2. Benutzerangaben

Um überhaupt zeitgesteuerte Backups ausführen zu können, müssen Sie hier das Häkchen beim Eintrag Job ausführen setzen und dort die Zugangsdaten für Ihr Windows Benutzerkonto angeben. Diese Angaben sind nötig, damit das Backup auch dann zeitgesteuert durchgeführt werden kann, wenn Sie nicht als Benutzer angemeldet sind.

5.2.4.3. Komprimierung

Im Bereich Komprimierung können Sie festlegen, ob Ihre Archive stark oder schwach komprimiert werden.

  • Gute Komprimierung:^ Die Daten werden für das Backup stark komprimiert. Dadurch sparen Sie beim Backup Speicherplatz, aber das Backup selbst dauert länger.
  • Ausgewogene Komprimierung: Das Backup wird nicht so stark komprimiert, wird dafür aber schneller ausgeführt.
  • Schnelle Ausführung: Es erfolgt keine Komprimierung der Daten, dafür läuft das Backup aber schnell ab.

5.2.4.4. Dateien ausschließen

Generell sichert die G DATA Software Dateien auf Basis ihres Dateiformates. Auf Ihrem Computersystem finden sich entsprechende Dateiformate aber auch in Bereichen, die automatisch verwaltet werden und nicht für ein Backup relevant sind, da die jeweiligen Dateien nur temporär gespeichert wurden (z.B. zur Beschleunigung der Seitendarstellung aus dem Internet). Damit die G DATA Software dies Dateien nicht unnötig mit archiviert, können Sie diese über das Setzen der jeweiligen Häkchen ausschließen.

  • Temporärverzeichnis mit Dateien: Wenn diese Option gewählt ist, werden die temporären Ordner sowie die dort befindlichen Unterordner und Dateien nicht in die Datensicherung aufgenommen.

  • Temporäre Internetverzeichnisse mit Dateien: Wenn diese Option gewählt ist, werden die Ordner für die Speicherung von Internetseiten sowie die dort befindlichen Unterordner und Dateien nicht in die Datensicherung aufgenommen.

  • Thumbs.db: Wenn diese Option gewählt ist, werden die vom Windows Explorer automatisch erstellten Dateien thumbs.db nicht in die Datensicherung aufgenommen. Diese Dateien dienen z.B. dazu die Miniaturansichten für Slideshows zu verwalten und werden aus den Originalbildern automatisch erzeugt.

  • Temporäre Dateien (Dateiattribut): Wenn diese Option gewählt ist, werden Dateien mit dem vom System vergebenen Dateiattribut temporär nicht in die Datensicherung übernommen.

  • Systemdateien (Dateiattribut): Wenn diese Option gewählt ist, werden Dateien mit dem vom System vergebenen Dateiattribut Systemdatei nicht in die Datensicherung übernommen.

  • Dateitypen ausschließen: Mit dieser Funktion können Sie selber Datei-Endungen definieren, die nicht in Ihrem Backup berücksichtigt werden. Verfahren Sie dazu folgendermaßen: Geben Sie unter Dateityp (z.B. *.txt) die Datei-Endung oder den Dateinamen ein, den Sie ausschließen wollen. Klicken Sie nun auf OK. Wiederholen Sie den Vorgang für alle anderen Dateitypen und Dateinamen, die Sie ausschließen möchten, z.B. picasa.ini, *.ini, *bak etc. Das Sternchen-Symbol und das Fragezeichen können Sie hierbei als Platzhalter einsetzen. Die Funktionsweise von Platzhaltern ist folgendermaßen:

    Das Fragezeichen-Symbol (?) ist Stellvertreter für einzelne Zeichen.

    Das Sternchen-Symbol (*) ist Stellvertreter für ganze Zeichenfolgen.

Um z.B. sämtliche Dateien mit der Datei-Endung exe prüfen zu lassen, geben Sie also *.exe ein. Um z.B. Dateien unterschiedlicher Tabellenkalkulationsformate zu überprüfen (z.B. *.xlr, *.xls), geben Sie einfach *.xl? ein. Um Dateien unterschiedlichen Typs mit einem anfänglich gleichen Dateinamen zu prüfen, geben Sie beispielsweise text*.* ein.

5.2.4.5. Aktuelle Standardoptionen zurücksetzen

Mit Anklicken dieser Schaltflächen übernehmen Sie die Optionen, die für die G DATA Software als Standardoptionen definiert wurden. Sollten Sie also beim Erstellen von Backups aus Versehen falsche Optionsvorgaben eingestellt haben und nicht wissen, wie diese zu reparieren sind, klicken Sie die Schaltfläche Aktuelle Standardoptionen zurücksetzen.

5.3. Backup Wiederherstellen

img2 Hier können Sie auf Basis der gesicherten Backup-Daten Ihre Originaldateien nach einem Datenverlust wiederherstellen. Klicken Sie dazu einfach auf die Schaltfläche Wiederherstellen. Nun erscheint ein Dialogfenster, in dem alle gespeicherten Backup-Vorgänge für den jeweiligen Backup-Auftrag aufgeführt sind.

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Wählen Sie hier das gewünschte Backup aus (z.B. das zuletzt durchgeführte Backup, falls Sie kurz zuvor versehentlich gelöschte Dokumente wiederherstellen möchten) und tippen dann auf die Schaltfläche Wiederherstellen.

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Nun haben Sie die Möglichkeit, festzulegen, welche Form der Wiederherstellung Sie wünschen:

  • Komplette Sicherung wiederherstellen: Alle Dateien und Ordner, die über dieses Backup gesichert haben, werden wiederhergestellt.
  • Nur ausgewählte Partitionen/Dateien wiederherstellen: Hier erscheint eine Verzeichnisansicht ihres Backups, in dem Sie gezielt auswählen können, welche Dateien, Ordner oder Partitionen Sie wiederherstellen möchten und welche nicht. Im Verzeichnisbaum können Sie durch Anklicken der Plus-Symbole Verzeichnisse öffnen und auswählen, deren Inhalt dann in der Datei-Ansicht angezeigt wird. Jedes Verzeichnis oder jede Datei, die Sie mit einem Häkchen versehen, wird aus dem Backup heraus wiederhergestellt. Wenn in einem Verzeichnis nicht alle Dateien geprüft werden, findet sich an diesem Verzeichnis ein graues Häkchen.

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Abschließend können Sie festlegen, ob die Dateien in ihren ursprünglichen Verzeichnissen wiederhergestellt werden sollen oder nicht. Sollen die Dateien an anderer Stelle gespeichert werden, können Sie gegebenenfalls unter Neuer Ordner einen Ordner auswählen, in dem diese abgelegt werden sollen. Geben Sie unter Passwort das Zugangspasswort ein, falls Sie Ihr Backup beim Sichern passwortgeschützt komprimiert haben.

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Wenn Sie Dateien in den ursprünglichen Verzeichnissen wiederherstellen, haben Sie folgende Optionen, um gezielt nur geänderte Dateien zurück zu überspielen:

  • immer überschreiben: In dieser Einstellung werden die Dateien aus der Datensicherung immer wichtiger als die Daten gesehen, die sich im Ursprungsverzeichnis befinden. Sollten Sie hier ein Häkchen setzen, werden eventuell noch vorhandene Daten komplett von den Daten, die sich im Archiv befinden, überschrieben.
  • wenn sich die Größe geändert hat: Mit dieser Einstellung werden bestehende Daten im Ursprungsverzeichnis nur dann überschrieben, wenn die Ursprungsdatei verändert wurde. Von der Größe her unveränderte Dateien werden übersprungen. Auf diese Weise geht die Wiederherstellung der Daten möglicherweise schneller voran.
  • wenn der Zeitpunkt „Geändert am“ im Archiv jünger ist: Hier werden Dateien immer dann im Ursprungsverzeichnis durch die Kopien aus dem Archiv ersetzt, wenn sie neuer sind, als die Daten des Archivs. Auch hier kann eine Wiederherstellung der Daten schneller vorangehen, da so möglicherweise nicht alle Dateien wiederhergestellt werden müssen, sondern nur geänderte Daten.
  • wenn sich der Zeitpunkt „Geändert am“ geändert hat: Hier werden Daten im Ursprungsverzeichnis immer dann ersetzt, wenn sich am Änderungsdatum im Vergleich zu den archivierten Dateien etwas geändert hat.

Klicken Sie nun abschließend auf die Schaltfläche Fertig stellen, um die Wiederherstellung gemäß Ihrer Vorgaben durchzuführen.

5.4. Aktionen

In diesem Bereich können Sie unter anderem Aktionen zur Pflege und Wartung Ihrer Datenbackups vornehmen.

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Folgende Dienstprogramme stehen Ihnen hierzu zur Verfügung:

  • Archiv nachträglich auf CD/DVD brennen
  • Archive importieren
  • Bootmedium erstellen

Sie können Backup-Dateien auch nachträglich auf CD oder DVD brennen. Suchen Sie dazu einfach im erscheinenden Dialogfenster ein Projekt aus, welches Sie brennen möchten und klicken dann auf die Weiter-Schaltfläche.

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Wählen Sie nun aus, auf welchem Laufwerk Sie das Datenbackup brennen möchten.

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Folgende Optionen stehen Ihnen hier zur Verfügung:

  • Nach dem Brennen Daten überprüfen: Wenn Sie hier ein Häkchen setzen, werden die gebrannten Daten nach dem Brennvorgang noch einmal überprüft. Das dauert etwas länger, als ein Brennvorgang ohne Überprüfung, ist aber generell empfehlenswert.
  • Wiederherstellungsprogrammdateien kopieren: Wenn Sie diese Funktion aktivieren, wird zusätzlich zu den Archivdaten am Speicherort Ihrer Datensicherung ein Programm aufgespielt, mit dem Sie Ihre Daten auch ohne installierte G DATA Software wiederherstellen können. Starten Sie hierzu von der CD/DVD-ROM das Programm AVKBackup bzw. AVKBackup.exe.

Klicken Sie auf die Schaltfläche Brennen, um den Brennvorgang zu starten. Nach dem Brennvorgang wird die Backup CD/DVD automatisch ausgeworfen.

Hinweis

Natürlich werden die Backup-Daten nach dem Brennvorgang nicht vom Originaldatenträger gelöscht. Das nachträgliche Brennen auf CD/DVD ist eine zusätzliche Sicherung.

Um Archive und Datensicherungen wiederherzustellen, die sich nicht auf einem von der G DATA Software verwalteten Laufwerk befinden, verwenden Sie bitte die Funktion Archive importieren. Hier öffnet sich dann ein Dialogfenster, in dem Sie die gewünschten Archivdateien mit der Endung ARC z.B. auf einer CD, DVD oder im Netzwerk suchen können. Wenn Sie das gewünschte Archiv gefunden haben, markieren Sie es bitte durch ein Häkchen und klicken dann auf die OK-Schaltfläche. Ein Info-Fenster weist Sie nun darauf hin, dass das Archiv erfolgreich importiert wurde. Wenn Sie dieses Archiv nun für eine Wiederherstellung von Daten nutzen möchten, begeben Sie sich einfach in den Bereich Wiederherstellen der G DATA Software, wählen das gewünschte Backup aus und starten dann die Wiederherstellung.

Hinweis

Von der G DATA Software erstellte Archivdateien haben die Datei-Endung ARC.

Um Backups auch ohne installierte G DATA Software wiederherstellen zu können, können Sie eine CD/DVD oder einen USB-Stick erstellen, der eine spezielle Software enthält, mit der Sie die Wiederherstellung von Daten durchführen können. Um auf diese Weise Backups wiederherzustellen, starten Sie das Bootmedium und wählen dort das Programm AVKBackup bzw. AVKBackup.exe aus. Nun können Sie die gewünschten Backups auswählen und die Wiederherstellung starten.

Hinweis

Wie Sie ein Bootmedium erstellen, wird im Kapitel Backup_Bootmedium erläutert. Das Bootmedium erfüllt bei der G DATA Software eine doppelte Aufgabe. Sie können damit Backup-Wiederherstellungen durchführen und mit dem BootScan Ihren Computer vor dem Start von Windows auf Viren überprüfen.